Schneitter fährt bei der Weltmeisterschaft unter die Besten 10

Nathalie Schneitter konnte zum Auftakt der Mountainbike Weltmeisterschaften in Laissac mit Platz 10 im Marathon ein großartiges Ergebnis für das Team ROSE Vaujany fueled by ultraSPORTS einfahren. Alle fünf Sportler des Teams sind in den verschiedenen Distanzen für die Weltmeisterschaften qualifiziert und mit Simon Gegenheimer haben sie im Sprint noch ein ganz heißes Eisen für im Feuer.Es war ihre erste Weltmeisterschaftsnominierung über die Langdistanz und Natalie Schneitter (SUI/29) konnte mit einer Fahrzeit von 4:14 Stunden direkt beweisen, dass sie nicht unberechtigt das Nationaltrikot tragen durfte. Die 29-jährige Schweizerin zeigte eine erstaunlich starke Leistung auf der 70 Kilometer langen Strecke und verbesserte ihre Position bereits in der Startphase von Platz 46 auf Platz 20. „Ich hatte anfangs zwar etwas Respekt vor den 2.700 Höhenmetern aber ab Rennhälfte habe ich gesehen, dass ich über die vielen aber kurzen Anstiege gut hinweg komme. Da habe ich dann voll aufgedreht“, so Schneitter zu ihrem WM Rennen. Die eigentliche Crosscountryfahrerin fuhr speziell in den technischen Passagen nach vorne und beendete das Rennen auf Platz 10. Ihre brasilianische Teamkollegin Viviane Favery-Costa (BRA/29) konnte ebenfalls überzeugen. Auch für sie war es der erste Einsatz Favery-Costa, Marathon Worlds, free to use for this articlebei einer Marathon Weltmeisterschaft und sie schloss ihre Premiere mit dem Endergebnis 31 ab. Da für Favery-Costa im ersten Jahr bereits die Nominierung zur WM das Ziel war, konnte sie dieses Resultat im Nationaltrikot umso mehr genießen. Bei den Herren war das siegreiche Duo der letzten Woche am Start, doch Steffen Thum (GER/31) und Rémi Laffont (FRA/24) steckte das lange Etappenrennen schon noch in den Knochen. Beide fuhren sich unter den 150 qualifizierten Profis zwar nach vorne und lagen bei Rennhälfte auch gemeinsam in einer Gruppe um Position 30, doch es fehlten die letzten Kraftreserven um noch weiter vor zu gelangen. „Ich kann nicht sagen, dass wir unzufrieden sind, wir haben uns immerhin im vorderen Drittel bei den Weltmeisterschaften platziert und hier fahren eben nur die Allerbesten mit. Aber Rémi und ich hätten nach der Pyrenäenrundfahrt letzte Woche noch zwei, drei Tage mehr an Regeneration benötigt, um die ganz vorderen Gruppe mitgehen zu können“, so Thum zum WM-Marathon. Sie werden die Plätze 52 für Thum und 57 für Laffont jedoch verkraften können, immerhin haben sie vergangene Woche das gelbe Trikot für sich entschieden. Nun stehen noch die kürzeren Distanzen auf dem WM-Plan. Hier will speziell Simon Gegenheimer (GER/28) für Furore sorgen. Der Aalener hatte trotz geschaffter Norm beabsichtigt auf den Marathon verzichtet, um seinen gesamten Fokus auf den Sprint zu richten. Am Mittwoch wird sich zeigen, ob die Strategie des amtierenden deutschen Meisters aufgeht und er im Kampf um die WM-Medaillen ein Wörtchen mitreden kann.